Wie du verhinderst, dass Musikunterricht zum Alptraum wird

Titelbild des Blogartikels Wie du verhinderst, dass Musikunterricht zum Alptraum wird

Es gibt eine einzige Sache, die man im Bezug auf Musikunterricht falsch machen kann. Nämlich nicht zu bemerken, wenn der oder die LehrerIn ganz einfach nicht zu dir oder deinem Kind passt.


Schon als Kind bekommt man früh den Druck der Leistungsgesellschaft zu spüren, und das in der Schule und auch zu Hause. Ebenso wie Erwachsene, bekommen Kinder Leistungsdruck von allen Ecken stark zu spüren und lassen sich nicht immer gleich anmerken, dass das für sie belastend ist. Auch als Erwachsener ist das Leben anstrengend, es gibt Rechnungen zu bezahlen, man macht sich Gedanken über die finanzielle Situation. 


Wenn man darüber nachdenkt, sein Kind zum Musikunterricht zu schicken oder selbst mit einem Instrument anzufangen, gehört das definitiv zu den besten Entscheidungen, die man treffen kann. Und man sollte sich dabei eine Sache unbedingt einprägen: Musik und Musikunterricht darf keinem Leistungsdruck unterliegen! Es muss Spaß machen. Es darf kein Zwang werden. Man sollte sich darauf freuen! Andernfalls kommen alle Vorteile des Musizierens nicht zur Geltung, sondern wirken sich sogar ins negative Gegenteil aus.


Wenn man sich entscheidet, Musikunterricht für die eigenen Kinder zu organisieren, hat man die Verantwortung, regelmäßig zu prüfen, ob die Kinder Spaß daran haben und sich auf die wöchentliche Einheit freuen. Wenn sie sich nicht mehr darauf freuen, dann sollte man herausfinden warum das so ist. Das gilt auch für einen selbst. Wenn man vor jeder Unterrichtsstunde ein ungutes Gefühl hat, sollte man diesem nachgehen. 


Viele Menschen lieben Musik. Selbst Musik zu machen ist lustig, es macht Spaß, es ist laut, es ist gefühlvoll, es ist gemeinsam, es ist spannend und es bietet eine unendliche Zahl an Dingen zu entdecken. Wenn man keine Freude (mehr) an der Musik empfindet, dann liegt es meistens (und ich muss leider sagen, dass ich das in gefühlt 90% aller Geschichten so erlebt habe) am Lehrer oder der Lehrerin. Wenn das der Fall ist, dann liegt es entweder daran, dass der/die LehrerIn nicht motiviert ist, dass er/sie nicht empathisch genug ist, um sich in die MusikschülerInnen hineinzuversetzen, oder daran, dass er/sie selbst versucht am leistungsorientierten Unterricht festzuhalten, da er/sie selbst so aufgewachsen ist. Es kann aber letztendlich auch daran liegen, dass ganz einfach die Chemie zwischen SchülerIn und LehrerIn nicht stimmt.


Als Elternteil eines/einer MusikschülerIn kann man mit Musikunterricht eigentlich nur eine einzige, aber leider verheerende Sache falsch machen. Nämlich ein Kind zum/zur falschen LehrerIn zu schicken oder selbst hinzugehen und zu lange nicht bemerken, dass dieser/diese LehrerIn nicht zum Kind oder zu einem selbst passt.


Wenn der Musikunterricht von Tonleitern, Fingerübungen, Technik und langweiligen Übungen dominiert wird und man sich durch all diese Materie quälen muss, dann geht hier ganz eindeutig etwas schief. Es gibt Personen, die dafür geschaffen sind, und für sie kann das auch gut passen. Aber das ist meistens die Ausnahme. 


Diese Art von Musikunterricht kann bei Kindern dazu führen, dass sie sich vor dem/der LehrerIn fürchten und bei Erwachsenen, dass sie ihre Motivation verlieren. Das Resultat ist oft, dass man nicht wirklich hingehen will, aber sich gezwungen fühlt es noch mindestens 3 Monate auszuprobieren, weil der Kauf von dem Instrument so teuer war. Und statt, dass man versucht einen/eine passendere LehrerIn für sein Kind oder sich zu finden, lässt man das Kind oder sich selbst in den sauren Apfel beißen. Weil einem der/die LehrerIn erklärt, dass die Quälerei normal ist, weil man die Tonleitern und Fingerübungen einfach lernen muss und weil es normal ist, dass es Jahre dauert bis man das Instrument so gut spielen kann, dass es endlich Spaß macht. 


Ich möchte Dich, lieber/liebe LeserIn darauf hinweisen, dass das nicht stimmt. Musik sollte vom ersten Tag an Spaß machen. Wenn Dir ein/eine LehrerIn erzählt, dass Musikunterricht mit so viel Disziplin und langweiligen Übungen verbunden sein muss, dass man sich nicht auf den Unterricht oder das Musizieren freut, dann hat der/diejenige eine grundlegende Sache der Pädagogik nicht verstanden. 


Als Elternteil oder MusikschülerIn ist man gewillt, dem Experten zu glauben und wird schlussendlich davon überzeugt, dass das Erlernen eines Musikinstrumentes einfach mit Qual und Disziplin verbunden ist. Also geht man davon aus, dass der/die LehrerIn der Experte ist und versucht es einfach noch so lange, bis das Kind oder du selbst absolut nicht mehr in den Unterricht gehen willst. Für 99% aller Leute, die durch so eine Phase gehen, ist Musikunterricht für immer verdorben. 


Daher sollte man dringend darauf achten, ob der/die LehrerIn musikalisch und stilistisch auch zum eigenen Kind oder zu sich selbst passt. Manche möchten Rock- oder Popmusik lernen. Andere möchten klassische Musik lernen. Es ist wirklich wichtig, darauf zu achten, zum/zur richtigen LehrerIn zu gehen. Man sollte das Kind oder sich selbst fragen, was man möchte und herausfinden, ob der/die LehrerIn das bieten kann.


Klassik ist nicht die Voraussetzung für Rock-, Pop- oder Jazzmusik! Viele Menschen glauben, dass man zuerst klassische Musik lernen muss, um dann Popmusik zu spielen. Das ist nicht richtig! Klassische Musik und Popularmusik sind zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Klassische Musik ist eine hohe Kunst und etwas wunderbares, wenn man es möchte. Es kann aber auch gleichzeitig zu einem Alptraum werden, wenn man E-Gitarre lernen möchte und dann bei einem/einer LehrerIn landet, der/die ausschließlich klassische Gitarre unterrichtet. 


Man möchte endlich Akkorde spielen, der/die LehrerIn unterrichtet Zupfen, Tonleitern und klassische Stücke, man denkt, dass das normal ist, wird aber mit der Zeit frustriert, weil man sich immer fragt, wann man endlich dorthin kommt wohin man möchte und irgendwann nimmt das Ganze ein unglückliches Ende. 


Es ist wirklich wichtig, dass man die Motivation des Kindes oder die eigene erkennt, sieht was man möchte und sich selbst oder dem Kind diesen Wunsch erfüllt. Wenn du von klassischer Gitarre begeistert ist, solltest du zu einem/einer LehrerIn für klassische Gitarre gehen und wenn dein Kind sich für Popmusik begeistert, dann sollte es zu einem/einer LehrerIn für E-Gitarre gehen. Das Finden des/der richtigen LehrerIn ist das wichtigste dass man beim Musikunterricht beachten muss. Bei Kindern ist es die Aufgabe der Eltern herauszufinden, ob die/der LehrerIn geeignet ist.


Wir haben dieses Problem schon lange erkannt und möchten mit Lessondo eine Lösung dafür bieten. Musikunterricht liegt uns am Herzen. Wir haben daher unsere gesamte Leidenschaft der Plattform Lessondo gewidmet. Hier kann man in wenigen Klicks den/die passende MusiklehrerIn finden. Man kann sich durch die Profile klicken und hat alle benötigten Informationen auf einen Blick. LehrerInnen mit einer musikpädagogischen Ausbildung erhalten von uns zusätzlich ein spezielles Siegel. 


Bist du daran interessiert, Klavier zu lernen, findest du hier 5 nützliche Tipps.

Wenn du gerade mit Gitarre begonnen hast findest du hier 4 Tipps für schnellere Fortschritte.

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Lena-Maria Heinzle, Author dieses Artikels

Über Lena-Maria Heinzle

Ich habe seit meiner Jugend Unterrichtserfahrung in Klavier, Gitarre, Blockflöte, Violine und Gesang gesammelt. Musik ist also mehr als ein Hobby für mich. In meinem Publizistikstudium konnte ich außerdem mein großes Interesse an Medien weiter ausbauen. Bei Lessondo bin ich darum für Social Media und den Blog verantwortlich und kann dort meine Ideen in kreativen Content umwandeln.


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